Visitendokumentation
Datum: 17.09.2026
Station/Bereich: Innere Zwei
Visitenart: Stationsvisite zur Verlaufsbeurteilung, anwesend: Frau Dr. Belmann, Assistenzärztin Frau Krüger, Pflegekraft Herr Adamski.
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Patient: Walter Reinhardt, 08.05.1944, Zimmer 211
Subjektiv:
Luftnot besser als bei Aufnahme, flaches Liegen möglich. Kein nächtlicher Husten mehr. Weiterhin verminderter Appetit.
Objektiv:
- Vitalparameter: RR 125/70 mmHg, Puls 68/min, SpO2 94 % unter 2 l O2, AF 18/min.
- Auskultation: Feinblasige Rasselgeräusche basal beidseits, deutlich rückläufig.
- Inspektion: Beinödeme nur noch knöchelbetont.
- Bilanz: -1200 ml seit gestern.
- Gewicht: Reduktion von 87 kg auf 84,5 kg.
- Labor: Kreatinin 1,4 mg/dl, Kalium 3,2 mmol/l, BNP fallend.
Beurteilung:
Die kardiale Dekompensation ist unter diuretischer Therapie klar rückläufig. Es besteht eine Hypokaliämie mit Arrhythmierisiko. Die Nierenfunktion ist engmaschig zu beobachten.
Plan:
- Reduktion Furosemid i.v. auf 20 mg.
- Orale Kaliumsubstitution mit 40 mval.
- Laborkontrolle (Elektrolyte, Kreatinin) am Folgetag.
- Trinkmengenbegrenzung auf 1,5 Liter.
- Tägliche Gewichtskontrolle nüchtern, Bilanzierung fortführen.
- Versuch der Sauerstoffreduktion je nach Sättigung.
- Kardiologie-Konsil zur Therapieoptimierung der Herzinsuffizienz.
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Patient: Sabine Löffler, 20.10.1958, Zimmer 213
Subjektiv:
Starke Schmerzen im rechten Oberbauch (7/10) postoperativ nach Cholezystektomie. Übelkeit, kein Erbrechen.
Objektiv:
- Vitalparameter: Temperatur 38,4 °C, RR 130/85 mmHg, Puls 105/min.
- Abdomen: Druckschmerzhaft im rechten Oberbauch, keine Abwehrspannung.
- Wunde: Trocken und reizlos.
- Labor: Leukozyten 14,2/nl, CRP 110 mg/l, Bilirubin 2,1 mg/dl, Lipase normal.
Beurteilung:
Zustand am ehesten passend zu einer Cholangitis oder einem anderen Gallenwegsproblem. Klinisch kein Anhalt für Wundinfektion.
Plan:
- Beginn mit Piperacillin/Tazobactam 4,5 g 3x täglich.
- Abnahme von Blutkulturen vor der ersten Antibiosegabe.
- Sonographie Abdomen am heutigen Tag.
- Anmeldung zur Rücksprache in der Gastroenterologie bezüglich eventueller ERCP.
- Metamizol 1 g bis zu 4x täglich fest ansetzen.
- Nahrungskarenz bis zur Sonographie.
- Vitalparameterkontrolle 4-stündlich.
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Patient: Tobias Menzel, 03.03.1990, Zimmer 214
Subjektiv:
Beschwerdefrei.
Objektiv:
- Labor: Kontrolllabor unauffällig.
Beurteilung:
Keine pathologischen Befunde.
Plan:
- Entlassung heute nach Mittag.
- Erstellung des Entlassbriefes.
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Patient: Herta Gruber, 11.01.1937, Zimmer 216
Subjektiv:
Zeitlich und örtlich desorientiert, nächtliche Unruhe mit Tendenz zum Aufstehen. Klagt über keine konkreten Beschwerden.
Objektiv:
- Vitalparameter: RR 155/80 mmHg, Puls 90/min, Temperatur normal, SpO2 97 %.
- Neurologie: Keine fokalen Defizite, Sprache erhalten.
- Labor: Natrium 128 mmol/l (fallend von 132 mmol/l).
- Urinstatus: Harnwegsinfekt vorbeschrieben, Therapie mit Fosfomycin seit vorgestern.
Beurteilung:
Multifaktorielles Delir bei Harnwegsinfekt und neu aufgetretener Hyponatriämie. Die Hyponatriämie ist wahrscheinlich der wesentliche neue Faktor.
Plan:
- Absetzen von Hydrochlorothiazid.
- Flüssigkeitsrestriktion auf 1 Liter.
- Natriumkontrolle in 6 Stunden.
- Vorerst kein Haloperidol.
- Delirscreening 3x täglich.
- Reorientierungsmaßnahmen, Nachtlicht.
- Sturzprophylaxe und Niederflurbett.
- Anmeldung zur Physiotherapie zur Mobilisation.
- Telefonische Kontaktaufnahme mit den Angehörigen.
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Patient: Ahmet Yildirim, 27.06.1952, Zimmer 219
Subjektiv:
Weniger Schmerzen an der Wunde am linken Fuß. Kann mit dem Verbandschuh einige Schritte gehen.
Objektiv:
- Wundbefund: Diabetisches Fußulkus plantar, 2x1,5 cm, granulierender Wundgrund, kein Fibrin, Sondierung ohne Knochenkontakt, Umgebung nicht gerötet.
- Durchblutung: Fußpulse tastbar.
- Stoffwechsellage: Blutzuckerprofil 140-220 mg/dl, HbA1c 8,9 %.
Beurteilung:
Gute Wundheilungstendenz. Unzureichende Diabeteseinstellung begrenzt die Heilung.
Plan:
- Erhöhung Insulin glargin von 18 auf 22 Einheiten.
- Blutzuckermessung 4x täglich.
- Verbandwechsel alle 2 Tage mit Schaumverband.
- Konsequente Entlastung im Verbandschuh.
- Anmeldung zur Diabetesberatung.
- Wundfotodokumentation 2x wöchentlich.
- Überweisung an die Fußambulanz für die Zeit nach der Entlassung.
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ToDo für Ärzte:
- Reinhardt, Walter (211): Kardiologie-Konsil zur Herzinsuffizienztherapie anfordern.
- Löffler, Sabine (213): Sonographie Abdomen anmelden.
- Löffler, Sabine (213): Patientin in der Gastroenterologie zur Rücksprache anmelden.
- Menzel, Tobias (214): Entlassbrief schreiben.
- Gruber, Herta (216): Angehörige anrufen.
- Yildirim, Ahmet (219): Überweisung an die Fußambulanz schreiben.
ToDo für Pflege:
- Reinhardt, Walter (211): Furosemid i.v. auf 20 mg reduzieren, 40 mval Kalium oral geben, Laborkontrolle (Elektrolyte, Krea) am Folgetag, Trinkmenge auf 1,5 l begrenzen, täglich Gewicht nüchtern, Bilanzierung fortführen, Sauerstoffreduktion versuchen.
- Löffler, Sabine (213): Blutkulturen vor erster Antibiose abnehmen, Piperacillin/Tazobactam 4,5 g 3x tgl. starten, Metamizol 1 g bis 4x tgl. fest geben, Nahrungskarenz bis Sono, Vitalparameter 4-stündlich.
- Gruber, Herta (216): HCT absetzen, Flüssigkeitsrestriktion 1 l, Na-Kontrolle in 6h, Delirscreening 3x tgl., Reorientierungsmaßnahmen, Nachtlicht, Sturzprophylaxe, Niederflurbett, Physiotherapie anmelden.
- Yildirim, Ahmet (219): Insulin glargin auf 22 E erhöhen, BZ 4x tgl. messen, Verbandwechsel alle 2 Tage mit Schaumverband, auf konsequente Entlastung im Verbandschuh achten, Diabetesberatung anmelden, Wundfoto 2x wöchentlich.